EIN KRIEGSVERBRECHEN

 

Die Minen hatten mehrere finnische Soldaten getötet.

 

Der Major war sehr betroffen. Er überlegte eine Weile und rief dann den Fähnrich zu sich. Er sagte ihm, dass eben 4 sowjetische Kriegsgefangene zur Truppe gebracht worden seien. Diese Gefangenen sollten erschossen werden.

 

Der Fähnrich informierte die Unteroffiziere und Soldaten und erkundigte sich, ob jemand diese Aufgabe freiwillig übernehmen wollte.

 

Niemand wollte.

 

Der Fähnrichl wurde selber aktiv. Er lieh sich eine Waffe aus und erschoss die Gefangenen.

 

 

Das geschah im Fortsetzungskrieg. Vorderhand hatte es keine Folgen. 1946 aber meldete sich ein ehemaliger Soldat bei der Polizei und sagte, dass während des Krieges sowjetische Gefangene erschossen worden seien. Der ehemalige Soldat schilderte, was damals geschehen war; er nannte auch Leute, die dabei gewesen waren und die das Geschehen würden bezeugen können.

 

Der Major und der Fähnrich kamen vor Gericht.

 

Der Fähnrich gab vor Gericht sofort zu, die Gefangenen getötet zu haben. Er sagte aber auch, dass er damit den  Befehl des Majors befolgt habe.

 

Der Major wiederum stritt ab, jemals einen solchen Befehl erteilt zu haben. Doch das Gericht glaubte dem Fähnrich und auch seinen Kollegen, die als Zeugen aussagten.

 

Der Major wurde zu viereinhalb  Jahren Gefängnis verurteilt. Der Fähnrich wurde frei gesprochen. Das Gericht begründete dies damit, dass er einen Befehl seines Vorgesetzten ausgeführt habe.

 

 

 Quelle: Tuomas Hoppu: Kansa taisteli: Sodan monet todellisuudet.

 

 

 

 

 

 

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